ARCHIV - Katalog 21 - Freimaurer u.a. Geheimbünde

Auf dieser Seite finden Sie die Angebots-Beschreibungen der Bücher über Freimaurer, Templer u.a. Geheimbünde aus unserem 21. Antiquariats-Katalog.


93.   Bahnson, Br. F. W. V. [d.i. Franz Wilh. Viborg]: Eklektischer Katechismus. Erster Teil [von 3]: Lehrlingsgrad. Erläutert von Br. F. W. V Bahnson Mstr. v. St. der L. "Zur Brudertreue a.d. Elbe". 2. neubearb. Aufl. Berlin, Verlag von Br. Alfred Unger, 1912. VIII, 137 S., 1 Bl.,   Kl.-8°, O-Leinen

Vgl. Wolfstieg 34947 u. 35145. - Einband etwas fleckig; Vorsatz mit Besitzervermerk u. zwei Stempeln: "Eigentum der Lipsia-Loge Leipzig" u. "Heinrich Tränker Berlin-Pankow Grunostr. 21"*; Titel mit Signatur; wenige Seiten leicht braunfleckig, sonst ein gutes Expl.

 

94.   Bataille, Le Docteur [i.e. "Leo Taxil" = G.-A. Jogand-Pagès]: Le Diable aux XIXe Siècle. Ou les mystères du spiritisme. La Franc-maçonnerie luciférienne, révélations complètes sur le palladisme, la théurgie, la goétie et tout le satanisme moderne, [le] magnétisme occulte, les médiums lucifériens, la cabale fin-de-siècle, magie de la rose-croix, les possessions à l’état latent, les précurseurs de l’ante-christ. Nombreuses gravures. [First Edition]. Paris et Lyon, Delhomme et Briguet, [1892]. [4], 964 p., with 120 illus., 4°, Priv. Half-Cloth of the time

The book was published by Taxil and his contributer Charles Hacks not only bound up (as here), but also in weekly parts; in two volumes (the second one in 1895). Interesting not only for the text, but the plenty of "satanic" and similar illustrations. - Leo Taxil (i.e. Gabriel Antoine Jogand-Pagès 1854-1907) published anti-clerical writings and newspaper articles; after a brief stint as a Freemason, in 1885 it came to a conversion. Henceforth appeared numerous books of revelations from the "masonic expert", for which Pope Leo XIII expressed his appreciation in a private audience in 1887. The present book "introduced a new character, Diana Vaughan, a supposed descendant of the Rosicrucian alchemist Thomas Vaughan. The book contained many tales about her encounters with incarnate demons, one of whom was supposed to have written prophecies on her back with its tail, and another who played the piano in the shape of a crocodile" (Wikipedia). In September 1896 the author even organized an international anti-Masonic Congress in Trient. 1897 Taxil finally declared, in front of numerous clerics, Freemasons and journalists, that he led for 12 years the Catholic Clergy, including cardinals and Pope, up the garden path! The "greatest hoax of the 19th century" he called his dizziness itself. Taxils remarks struck at the time like a bomb. - The cover is in rather bad condition; the bookblock itself is browned and has few properly repaired margin tears, otherwise good and tight.

 

95.   [Bernard, Elder David]: Das Freimaurerthum in seinen sieben Graden. Nach den Archiven der Großen Loge Englands von einem Royal-Arch-Mason dargestellt. Dtsch. Erstausg. Leipzig, Hermann Mendelssohn, 1857. XII, 271 S., mit einer Übersicht im Text, 8°, Marmoriertes Halbleinen d. Zt. mit handschrftl. Rückenschild 

Wolfstieg 33189. Übersetzung des erstmals 1829 erschienenen "Light on masonry." - "Vorliegendes Werk ist eine treue, wörtliche Uebertragung handschriftlicher englischer Dokumente, die ein Royal-Arch-Mason den Archiven der Großen Loge abschriftlich entnommen hat [...] Diese Dokumente stellen alle sieben Grade des Freimaurerthums in organischer Entwickelung dar, von dem Lehrlingsgrade an bis zum Königlichen Bogen-Maurerthume (Royal Arch-Masonery) [..] Außerdem enthalten sie Ansichten über einzelne Gegenstände des Maurerthumes und Aufschlüsse über das Ganze des Ordens, wie solche von höheren Brüdern in den Logen selbst mitgetheilt werden, wie auch einen Abriß der Tempelunde." (Vorwort) - Leicht lichtrandig; Vorsatz mit Nr.; Titel mit Stempel; ein gutes Expl.

 

96.   Beyer, Dr. Bernh[ard] (Schriftltg.): Das Freimaurer-Museum. Band 2. Archiv für freimaurerische Ritual-Kunde und Geschichts-Forschung. In zwangloser Folge herausgegeben vom Geschichtlichen Engbund des Bayreuther Freimaurer-Museums. Handschrift für Brr Meister. 1. Aufl. Leipzig, Verlag Bruno Zechel, 1926. 319 S., mit einigen Textfig. u. etlichen Taf. (tls. montiert u. 1x eingefaltet), Gr.-8°, Goldgepr. O-Leinen 

Inhalt: B. Beyer: Ausschnitte aus der Geschichte der früheren Großen Mutterloge "Carl zu den 3 Schlüsseln" in Regensburg; M. Thalmann: Das System der Loge "Du Bon Pasteur"; Historische Notizen u. Mitteilungen des Engbundes. - Einband leicht fleckig; Rücken leicht berieben u. am oberen Kapital mit geringfügigem Anriss; Vorsätze leicht fleckig u. mit Stempel von H. Tränker; Schnitt u. wenige Seiten leicht braunfleckig, sonst ein gutes Expl.

 

97.   Bischoff, Diedrich: Von Deutschlands neuem Glauben. 1. u. 2. Tsd. Jena, Eugen Diederichs, 1915. 2 Bll., 147 S., 2 Bll., 8°, Illus. O-Karton

"Der Verf. will das entscheidende Kulturproblem, das uns aus dem großen inneren Erlebnis unserer Zeit erwachse, zur förderlichen Erörterung zu bringen helfen (S.132). Er will den wunderbaren idealistischen Aufschwung, den unser Volk genommen hat, in allen menschlichen Betätigungen auch nach dem Kriege festgehalten wissen, vor allem in der Erziehung unserer Jugend". (Literarisches Zentralblatt für Deutschland, Bd.66, S.876). - Diedrich Bischoff (Pseudonym Adam Ego,1866-1946). Vorsitzender des Vereins deutscher Freimaurer. Seine verschiedenen größeren Schriften sind Grundlagen der neuzeitlichen Philosophie der Freimaurerei. 1916 erhielt er vom König von Sachsen den Professorentitel verliehen. - Einband gebräunt, etwas schief gelesen u. angeknickt (eine Ecke bis S.10); Deckel u. Titel mit Stempel von H. Tränker; mit einigen Bleistift-Anstreichungen; Schnitt u. wenige Blatt leicht braunfleckig; unbeschnitten, sonst ein gutes Expl.

 

98.   Bruder Seddag [Alessandro Graf von Cagliostro?]: Brüderliche Vermahnungen an einige Brüder Freymäurer.Erste u. einzige Ausg. Philadelphia [d.i. St. Petersburg, Johann Zacharias Logon], 1781. 108 S., Titel in rot/schwarz u. mit gest. allegorischer Vignette ("Kraft der dreifachen 7" von Johann Friedrich Rosmaesler od. Rossmäßler, 1775-1858), Kl.-8°, Interimskarton

VD18: 11084510; Kloss 2649 (Leipzig bei Böhme); Ockler L 70 (ebenfalls Leipzig, Böhme); Bibl. Dt. Freimaurer-Mus. Bayreuth 494; Weller Druckorte 117; "Missiv an die Hocherleuchtete Brüderschaft des Ordens des Goldenen und des Rosenkreutzes", Leipzig 1783 (dort im Verzeichnis der 200 Rosenkreuzerschriften zw. 1614 u. 1783: Nr.167); Wolfstieg 42508. - "Sehr seltene Schrift (...) Wolfstieg schreibt sie der rosenkreuzerischen Freimaurerei zu, ohne das Pseudonym aufzulösen. Der wiederholten Aufforderung des Verfassers folgend, das Gesagte nicht für das Ganze zu halten und den verborgenen Sinn zu suchen (‘Der Forschende muß sich nie begnügen lassen, mit der superficiellen Erkenntniß eines Obejecti; sondern immer dahin trachten, desselbigen innerst verborgene Wesenheit zu erforschen ...’ Anm., S.25) und diese Aufforderung zuerst auf das Pseudonym anwendend, ergibt sich eine verwickelte, (...) stichhaltige Spur zu dem Verfasser, der dann JOSEPH BALSAMO, der berüchtigte GRAF CAGLIOSTRO selber wäre. Wenn es denn nicht nur eine sinnlose Aneinanderreihung von Buchstaben ist, gibt es nur eine ‘sinnvolle’ Aufschlüsselung dieses Pseudonyms: ‘Seddag’ ist das gälisch-schottische Wort für ‘Cedille’ (vgl. Manx-Dictionary, Sect. 40), was wiederum ‘vom Namen des griechischen Buchstabens Zeta [abgeleitet ist], weil man früher ein z hinter das c setzte’ (Duden). So bezeichnet wird das kleine senkrechte Buchstabenzeichen z.B. im französ. ç. Die Verbindung zu Cagliostro liefert der Bericht der Gräfin CHARLOTTA ELISABETH KONSTANTIA VON DER RECKE in ihrer Nachricht von des berüchtigten Cagliostro Aufenthalte in Mitau, im Jahre 1779 ... (Berlin, Nicolai 1787). Als ehemalige Anhängerin der Lehren Cagliostros hatte sie einige Briefe von diesem erhalten und schreibt dazu: ‘Cagliostro unterschrieb gewöhnlich nicht seinen Namen; sondern machte nur dies Z (mit einen perpendikulären Striche [also einem Cedille/Seddag! Tr.] am Querstrich) ...’. In der rosenkreuzerischen Freimaurerei wurde die Legende tradiert, daß die Stifter des Ordens ‘drei nach Schottland ausgewanderte ägyptische Ormusse oder Lichtweise’ (vgl. Lenhoff/Posner, Freimaurer-Lexikon Sp.1337) waren. Demnach hätte sich CAGLIOSTRO mit Hilfe des Pseudonyms in diese Tradition gestellt, denn seit 1775 suchte er, seine eigene Freimaurerei nach dem ‘ägyptischen Ritus’ zu installieren. Der Inhalt selber, der in dem laufenden Text und in den Anmerkungen Bedeutungsebenen von unterschiedlicher Wichtigkeit zu haben scheint (die Bemerkung Wolfstiegs: ‘Weist die Brr Rosenkreuzer an, soviel wie möglich in den Geist der [Frei-]M[aure]rei einzudringen.’ wirkt allzu verharmlosend), ist eine für den Uneingeweihten nicht verständliche Anweisung aus alchemistischen, christlichen, kabbalistischen und zahlenmystischen Versatzstücken. Interessant für meine Hypothese ist dabei einerseits die Behauptung des Verfassers, die geheimen ägyptischen Lehren seien in die Bibel eingeflossen, andererseits in einer die Zahlenmystik betreffenden Anmerkung der Zahl 13 in hermetischer Logik größte Bedeutung beimißt. In ihr ist für ihn ‘alles Eins ... das Facit, als die Quelle des Salzmeeres’ (S.59, Anm. t). Lennhoff/ Posner erwähnen die 13 in dem Artikel ‘Zahlenmystik’ gar nicht, sie hat offenbar keine, zumindest keine herausragende Bedeutung. Anders für CAGLIOSTRO. GRÄFIN VON DER RECKE berichtet in dem o.g. Werk weiter, daß er unter sein Signum Z stets die dreifach unterstrichene Zahl 1255 setzte: ‘Auch wenn er seinen Namen unterschrieb, setzte er diese Zeichen hinzu. Man glaubt, weil diese zusammensummierte Zahlen 13 ausmachen, ... Das Z soll auch in einer gewissen geheimen Gesellschaft gebraucht werden.’ (zit. nach: K.Kiefer. Cagliostro. Dokumente zu Aufklärung und Okkultismus, S.124). Selbst der entlegene Druckort ‘St.Petersburg’ spricht nicht gegen, sondern ist eher Indiz für die vermutete Verfasserschaft, denn CAGLIOSTRO hatte sich von 1779 bis 1780 dort aufgehalten." (Buchbeschreibung No.0391/2001 aus dem Antiquariat Günther Trauzettel). - Titel mit Signaturkürzel u. Stempel; tlw. etwas fleckig; unbeschnitten, sonst ein gutes Expl.

 

99.   Coil, Henry Wilson (33°): Coil’s Masonic Encyclopedia. Edited by Dr. William Moseley Brown (3°), Dr. William L. Cummings (33°), Harold van Buren Voorhis (33°). New York, Macoy Publishing & Masonic Supply Company, [1961]. XVI, [2], 731 p., with frontispice, 4°, Gilt O-Cloth in Slipcase  

"Without detracting in any way from earlier cyclopedists, for each in his time - Macoy, Mackenzie, Mackey, Woodford (Kenning) and Waite - contributed his full share to Masonic literature, we believe that none can equal the factual, unbiased and informative work as offered in [this Volume]." (publisher’s foreword) - With index. - Very good copy. Its  not clear if the simple slipcase (little knocked) belongs to the book or is added privately.

 

100. Denslow, William R.: 10,000 Famous Freemasons. Volume, I, II, III and IV [cmpl.]. I: A-d. II: E-J. III: K-P. IV: Q-Z. Foreword by Harry S. Truman. Reprinted from the Transactions of the Missouri Lodge of Research for the Educational Bureau of the Royal Arch Mason Magazine. Richmond (Virginia), Macoy Publishing & Masonic Supply Co., [1957], [1958], [1959], [1961]. VI, 339 p. / [2], 323 p. / [2], 373 p. / [2], 415 p., 8°, Illus. O-Paperbacks in Slipcase

Biographies of at least ten thousand Freemasons, which not primarily are famous as freemasons, but "have made their names in other fields" (Preface). - Little knocked and slightly dusty; spines a bit browned, otherwise good copies in a probably privately added slipcase ( a bit knocked).

 

101. Eckert, Eduard Emil: [8 Werke, priv. gebunden in 5 Bücher]. (Buch 1) Geschichte meiner persönlichen Anklage des Freimaurer-Ordens als einer Verschwörungs-Gesellschaft bei dem Ministerium zu Berlin und meiner Behandlung als Verbrecher darauf. Nebst einem Sendschreiben. [Angeb.:] Magazin der Beweisführung für Verurtheilung des Freimaurer-Ordens. Erstes Heft. - (Buch 2) Magazin der Beweisführung [...] Zweites u. Drittes Heft. - (Buch 3) Magazin [...] Viertes u. Fünftes Heft [von 10]. - (Buch 4) Die geheimen oder Mysterien-Gesellschaften der alten Heidenkirche bis zu der, im Bunde der Manichäer oder der alten Kirche der Wittwe, zum Zweck der geheimen Erhaltung und einstigen Wiederherstellung der alten Heidenkirche, geschehenen Umgestaltung. - (Buch 5) Die Mysterien der Heidenkirche erhalten und fortgebildet im Bunde der alten und der neuen Kinder der Wittwe oder der alten Manichäer und des heutigen Freimaurer-Ordens [...] Mit drei lithographirten Abbildungen. Alle Bde. des "Magazin" in 2. Aufl., sonst Erstausg. Schaffhausen, Verlag der Friedr. Hurter’schen Buchhandlung; das "Magazin" tlw. in Regensburg, Georg Joseph Manz, 1858, 1867, 1875, 1880, 1880, 1884, 1860, 1860. (1) 130 S. / XXXII, 151 S. // (2) 184 S. / 178 S., 1 Bl. // (3) 180 S. / 180 S. // (4) XLIII, 260 S., mit 1 Textabb. // (5) VIII, 480 S., mit 3 litograph. Taf., eine eingefaltet, 8°, Priv. marmoriertes Halbleinen mit Rückenschrift (alle gleich)

Taute 1512ff.; Wolfstieg 3819 (Mysterien-Ges.), 3820 (Mysterien d. Heidenkirche). 23832 (Magazin), 23835 (Geschichte meiner...). - Eduard Emil Eckert (gest. 1866, Selbstmord!), königl. Advokat. "Von einer Loge abgelehnt, setzte sich nach der Revolution von 1848 in seinem nie sehr klaren Kopf die Idee fest, die Freimaurer seien an den Revolutionen und allen Übeln der Welt schuld [...] Die Methode seiner Kampfführung erinnert bisweilen an Ludendorff, der übrigens die Bücher von Eckert ausgiebig als Quellen [...] benutzt hat." (Lennhoff, Posner, Binder) - In den "Mysterien-Gesellschaften" versucht er dabei nachzuweisen, "dass der letzte geheimnisvolle Zweck des Frmrbundes kein anderer sei, als die Wiederherstellung der alten Heidenkirche u. ihre Erhebung zu einer theokrat.-polit. Weltmacht." (Wolfstieg) - Einbände etwas berieben; tlw. Bleistiftnotizen in den Vorsätzen; die "Geschichte" u. das "Magazin 1-4" mit Anstreichungen in Blei- u. Buntstift; die Bände des "Magazin" papierbedingt etwas gebräunt, im 3. (S.45) u. 4. Heft (S.161) jew. ein Aufkleber, der tlw. den Text verdeckt; die "Mysterien" bis S. 35 mit schwachem Feuchtigkeitsrand; einige Bände leicht braunfleckig, sonst u. gesamt gute Expl.

 

102. Eckert, Eduard Emil: Der Freimaurer-Orden in seiner wahren Bedeutung,das heißt als ein Weltorden, in dem und mittelst dessen, vermöge seines feinen Organismus, ein Geheimbund die Revolutionen gegen alle bestehende Kirchen und Monarchien, sowie die Zerstörung des Eigenthums, der Stände und Innungen zum Zweck einer theokratisch-socialen Ordensrepublik, seit drei Jahrhunderten vorbereitet, vollführt und geleitet hat. In zwei Schriften den sächsischen Criminal-Gerichten und der Ständeversammlung nachgewiesen aus der Geschichte, aus den Statueten und aus den Bekenntnissen des Ordens in seinenen Geheimschriften zur Motivierung des damit verbundenen Antrags auf Aufhebung des Ordens von Advocat Eduard Emil Eckert, Redacteur der freimüthigen Sachsenzeitung. Erstausg. Dresden, Im Selbst-Verlage des Verfassers, 1852. S. I-VIII, [9]-491 (so kmpl.), 8°, Priv. Halbleder mit goldgepr. Rücken

Taute 1512; Wolfstieg 1435; Ackermann V/86. - Aus 2 Lieferungen mit durchgehender Seitenzählung. - Einband berieben, bestossen u. etwas fleckig; Rücken tlw. beschabt; Vorsatz mit H.Tränker-Stempel; Titel mit Besitzervermerk von alter Hand; bis S.348 einige blaue Buntstift-Anstreichungen (vermutlich von Tränker); tlw. gebräunt u. geringfügig fleckig, sonst ein gutes Expl. - Selten.

 

103. Eckert, Eduard Emil: Magazin der Beweisführung für Verurtheilung des Freimaurer-Ordens. Erstes bis Zehntes Heft [kmpl.]. Als Ausgangspunkt aller Zerstörungsthärigkeit gegen jedes Kirchenthum, Staatenthum, Familienthum und Eigenthum mittelst List, Verrath und Gewalt. In zwanglosen Heften, jedes Heft ein selbständiges Ganze[s]. Heft 1 als 2. verm. Aufl.; alle anderen 1. Aufl. Schaffhausen, Verlag der Friedr. Hurter’schen Buchhandlung, 1855-1867. XXXII, 151 S. / 2 Bll., 179 S. / X, 168 S. / 1 Bl., XIV, 166 S. / X, 170 S. / XXII, 250 S., 1 Taf. / VIII, 164 S. / 107 S. / 331 S. / I Bl., 170 S., 8°, Priv. Pappbände mit Rückenschildern (3 Bde.) 

Taute 1514; Wolfstieg 23832; Ackermann V/87 (nur Heft 1-6). - Ursprünglich als "Historisch-politische Zeitschrift in zwanglosen Heften" erschienen. Heft 1 bis 4 in einem Band; 5 u. 6 im zweiten Band u. die letzten 4 Ausg. im dritten Band. - Einbände berieben u. bestossen; Rücken tlw. beschabt; fast durchgehend u. tlw. auch stärker braunfleckig; wenige Feuchtigkeitsränder; einige angeknickten Ecken, sonst gute Expl. - Kmpl. selten angeboten.

 

104. Fervers, Kurt: Letzte Geständnisse der Dreipunkte-Brüder. Freimaurer-Weltpolitik von 1914 bis 1941. Erstausg. Berlin-Lichterfelde, Widukind Verlag Alexander Boß, 1941. 111 S., mit 14 Abb. auf Kunstdrucktaf., 8°, Illus. O-Karton

Inhalt: Pariser Gesichte; Die Denkschrift des Grand Orient; Bekenntnisse eins Altgroßmeisters; Kriegsziele der Freimaurer 1914 u. 1941; A.M.I. Ein Weltring der Hochgrade; Jenseits des Ozeans; Die drei Punkte. - Der Autor war Abteilungsleiter in der Pressestelle der NSDAP. - Einband leicht berieben u. etwas angerändert; Vorsatz mit Stempel von H. Tränker; papierbedingt gebräunt, sonst ein gutes Expl.

 

105. Findel, Br. J. G. (Gründer u. Hrsg.): Signale für die deutsche Maurerwelt. Konvolut von 36 Heften. Jhg. 1900, Nr.10 / Jhg. 1901, Nr.4 / Jhg. 1905, Nr.2 u. 8 /  Jhg. 1906, Nr.11 /  Jhg. 1907, Nr.1-4, 11 /   Jhg. 1908, Nr.1-12 /  Jhg. 1909, Nr.1-9 /  Jhg. 1910, Nr.2-5. Leipzig, Druck u. Verlag von J. G. Findel / Erwin Findel, 1900-1910. jew. zw. 4 u. 16 S., 4°, O-Papier (Hefte)

Wolfstieg 730. - Aus dem Inhalt: Maurerpflicht u. schwedisches System; Ein bedeutsamer Mahnruf; Ziele des Vereins deutscher Freimaurer; Kann ein Monist Freimaurer werden?; Vorschläge zur Hebung der Logentätigkeit; Wider die Zersplitterung in der deutschen Freimaurerei; Ist die Bibel als gr. L. der Freimaurerei haltbar?; Freimaurerische Gedanken über den Kollektivismus; Zur Umgestaltung des deutschen Großlogenbundes; Ansprache an einen aufgenommenen Br. Meister; IV. internationaler Freimaurerkongreß zu Rom; Glauben u. Wirken; Eine edle Auffassung von der Freimaurerei; Individualität u. System; Die Frauenbewegung; Der Amerikanismus in unserem wirtschaftlichen u. sozialen Leben; Die Lehre der heimatlichen Scholle; Der Bnai Brith-Orden; Das Erstaunen ist eine große Lebensmacht; Kaisertum u. Volksempfinden; Wahre Bildung; Zur Reformfrage; Die humanitäre Erziehung des kleinen Kindes; Erkenne dich selbst!; Die Freidenker-Logen u. die Großl. "Alpina"; Theosophie u. Freimaurerei; Beachtenswerte Aufsätze aus der mrischen Presse. - Alle Hefte angeknickt u. mit Stempel von H. Tränker; tlw. leicht fleckig u. mit kl. Randläsuren; letztes Blatt mit Eckabriss u. fast unsichtbar hinterlegten Anriss, sonst gute Expl. - Selten.

 

106. Fischer, Br. Paul (Hrsg.): Asträa. Taschenbuch Für Freimaurer auf das Jahr 1910. Neue Folge. Begründet von Br. Robert Fischer. 29. Band. Leipzig, Druck u. Verlag von Br. Bruno Zechel, 1910. 286 S., 8°, O-Karton 

Rücken an einem Gelenk angerissen (aber fest); Deckel tlw. leicht fleckig u. angeknickt; Vorsatz mit Stempel von H. Tränker; Schnitt etwas braunfleckig; unbeschnitten, sonst ein gutes Expl.

 

107. Gloede, Hermann: Gebrauchtum der Johannisloge. 3. Bändchen: Ritualien und  Arbeitsreppich der Johannismeister. Neue Bearbeitung. Neun Instruktionen. Als Handschrift für BBr. Meister gedruckt. Berlin, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, 1901. 4 Bll., 190 S., 8°, Goldgepr. O-Leinen

(= Allgemeine Instruktionen. Lehrbuch für die Mitglieder der Grossen Landesloge der Freimaurer von Deutschland). - Inhalt: Die Eröffnung u. Schließung der Johannismeisterloge; Die Erhebung zum Johannismeister; Der Johannismeisterteppich. - Vorsatz mit Stempel von H. Tränker; Reihentitel mit kl. Signatur; tlw. leicht fleckig, sonst ein gutes Expl.

 

108. Helbig, Br. Georg (Hrsg.): Festschrift für Br Johannes Bluhm - Erfurt. Dreimaldrei. Abhandlungen und Vorträge über den Inhalt der drei Johannis-Grade der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland. Als Handschrift für Bbr.Meister zum 25jährigen Mrjubiläum des höchsterl. Brs. Johannes Bluhm-Erfurt am 19. Oktober 1925. Zubestellen bei Br. (Pfarrer) Georg Helbig, Gera, [1925]. 4 Bll., 121 S., mit ganzs. Textabb. u. 1 Taf., Gr.-8°, O-Karton

Aus dem Inhalt: Otto Hartwich: Entfaltung u. Auflösung der Johannis-Lehrlingstafel; Otto Hieber: Über das Goethe’sche Gedicht "Symbolum"; E. E. Leonhardt: Die Bedeutung der beiden Säulen im Würzburger Dom; Eugen Müllendorff: Geometrie u. Freimaurerei; Ernst Riebes: Dunkele Kammern. - Einband bestossen u. angeschmutzt; Deckel mit Stempel u. Vermerk von H. Tränker; Seiten tls. etwas angerändert oder braunfleckig, sonst gut. - Selten.

 

109. Horneffer, Dr. Ernst u. Dr. August (Hrsg.): Der unsichtbare Tempel. I. Jhg. 1916 und II. Jhg. 1917 [jew. kmpl.]. Monatsschrift zur Sammlung der Geister. Herausgegeben von den Brüdern Dr. Ernst und Dr. August Horneffer. München, Verlag Ernst Reinhardt, 1916, 1917. 572 S., 1 Bl. / 4 Bll., 600 S., 8°, Priv. Halbleinen mit Rückentext (2 Bde., beide  gleich)

Will sich religiösen, sittlichen, wissenschaftlichen, künstlerischen, staatlichen u. pädagogischen Fragen widmen. Die beiden Hrsg. waren auch Freimaurer-Brüder. Aus dem Inhalt: Diedrich Bischoff: Vom Frieden deutscher Arbeit; Werner Mahrholz: Strindberg u. der Nihilismus; J. M. Verweyen: Der Krieg im Lichte großer Denker; A. Abendroth: Sozialer Städtebau; Karl Nötzel: Ergebnisse des Zarismus; E. Horneffer: Johannesfest. Logenrede; Leopold Wolfgang: Regierung u. Freimaurerei in Italien; August Messer: Die Philosophie des "Als-Ob" auf religiös-sittlichem Gebiet; E. M. Schröter: Das Erlösungssymbol bei Dante u. Goethe; A. Horneffer: Warum wir Freimaurer sind // Carl Bonhoff: Unser Baugedanke; Paul Ernst: Das Problem der Frauenbewegung; Werner Mahrholz: Frank Wedekind u. die Boheme; A. Horneffer: Ernst u. Falk; Hermann Muthesius: Wie wird der Krieg auf die deutsche Baukunst einwirken?; Georg Bonne: Kirche, Schule u. Freimaurerei; A. Abendroth: Der Arbeitertempel; Paul Ernst: Erlebte Soziologie; Ernst Schultze: Die Deutsche Dichter-Gedächtnis-Stiftung; Hermann von Schulz-Hausmann: Die deutsche christliche Kirche; A. Horneffer: Maurertum u. Rittertum; Elise Dosenheimer: Zu dem Problem der Frauenbewegung; A. Reukauf: Der Unsterblichkeitsglaube im Sinne idealistischer Weltanschauung; Versch Autoren u. Beiträge: Die deutsche Freimaurerei im Weltkriege (S.433-534 = ein ganzes Heft); Carl Bonhoff: Das reformatorische Geweissen; Th. Christen: Das Alkoholproblem. - Die Einbände etwas berieben; beide mit ExLibris; der 1. Jhg. ohne Titel u. Inhalt, sonst gute Expl.

 

110. Keller - Begemann, Wilhelm: Die Tempelherrn und die Freimaurer. Entgegnung auf die gleichnamige Schrift des Geh. Archivrats Dr. Ludwig Keller. Berlin, Ernst Siegfried Mittler u. Sohn, 1906. XI, 82 S., Gr.-8°, O-Karton 

Sehr kritische Schrift/Richtigstellung gegen Kellers Text, der mit dem Untertitel "Ein Beitrag zur Geistesgeschichte" in den Monatsheften der Comenius-Gesellschaft erschienen war (1904, IV, 161-199 S.) Siehe Folgenr. Begemann hatte bereits eine kürzere Besprechung veröffentlicht, die Keller in einer alles aufrecht erhaltenden Erwiderung beantwortete u. um einen neuen Text "Die Anfänge der Tempelherrn in Deutschland..." erweiterte (MH 1905, V, 270-288 S.) "In Wirklichkeit enthalten die 53 Zeilen Kleindruck dieser angeblichen ‘Tatsachen’ fast lauter unbewiesene oder nachweislich falsche Behauptungen." (S.IV) - Inhalt: Vorwort; Die Anfänge der Freimaurerei in Frankreich; Andreas Michael Ramsay u. die Freimaurerei; Karl Eduard Stuart, die Tempelherrn u. die Freimaurer; Bibliographische Anmerkungen. - Wilhelm Begemann (1843-1914), Philologe u. bedeutender freimaurerischer Historiker. - Einband ist etwas randrissig; Seiten tls. etwas braunfleckig; unbeschnitten u. einige Anstreichungen (meist im Rand), sonst gut. Das Buch stammt (wie wohl auch die Anstreichungen) aus dem Besitz von H. Tränker (nicht gestempelt, doch der kl. Bleistiftvermerk auf dem Deckel ist typisch).

 

111. Keller, Dr. Ludwig: Die Tempelherrn und die Freimaurer. Ein Beitrag zur Geistesgeschichte. Berlin, Weidmannsche Buchhandlung, 1905. 49 S., Gr.-8°, Illus. O-Papier

(= Vorträge und Aufsätze aus der Comenius-Gesellschaft. 13. Jhg., 2. Stück). - Eine erweitere Fassung des bereits 1904 in den Monatsheften der Comenius-Gesellschaft erschienenen Textes, auf den Keller scharfe Kritik von dem freimaurerischen Historiker Wilhelm Begemann erhalten hatte. 1905 veröffentliche Begemann eine Gegenschrift unter gleichem Titel (siehe oben). - Ludwig Keller (1849-1915) war Archivar u. Freimaurer-Historiker, der 1891 in Berlin die "Comenius-Gesellschaft" gründete. Ihre Aufgabe sollte die Verbreitung von Geisteskultur sein, tatsächlich diente sie als Plattform der nicht immer unumstrittenen Forschungsergebnisse Kellers (wie vorliegend). 1897 wurde er in Kassel in den Freimaurerbund aufgenommen; 1902 wurde ihm in der Grossen Loge von Preussen das Amt des "Zugeordneten Großmeisters", bald darauf das des "Obersten Meisters des Inneren Orients" übertragen. Das Werk Kellers über geheime Gesellschaften, Akademien, Sprachgesellschaften u. die Reformation ist vor allem unter forschungsgeschichtlichen Aspekt von Wert. - Einband ist leicht angeschmutzt, braunfleckig u. etwas angerändert; Deckel mit Stempel von H. Tränker; Seiten unbeschnitten, sonst gut

 

112. Kerning, J. B. [d.i. Johann Baptist Krebs]: Briefe über die königliche Kunst. Herausgegeben von Gottfried Buchner. Als Handschrift gedruckt, nummeriert (No. 633). Dieses Buch ist und bleibt Privateigentum des Renatus-Verlags in Lorch-Württ. Es wird nicht verkauft, sondern nur von Fall zu Fall an Studierende der theosophischen Schriften Kernings leihweise überlassen, 1912. 160 S., mit einigen Fig., 8°, Priv. strukturierter Pappband

Der erste Teil (bis S.104) enthält 16 Briefe zu. versch. freimaurerischen Fragen, der zweite Teil behandelt den Tapis, der dritte Teil gibt "Instruktion zur Erlernung der Königlichen Kunst" u. der 4. Teil einen "Entwurf für die Arbeiten des Engbundes". - Kerning (1774-1851) war Gründer u. langjähriger Meister vom Stuhl einer Stuttgarter Freimaurerloge, er suchte das Wesen der Freimaurerei auf mystischen Wegen. Auch ist er der Urheber der sog. "Ich-Bin-Lehre" (Miers). - Neben der vorliegenden erschien etwas eher (? - ohne Jahresangabe) eine ebenfalls handschriftlich nummerierte Ausg. als "Privateigentum von Karl Rohm in Lorch". Diese ist auf etwas besserem Papier gedruckt u. hat bei gleicher Seitenzahl ein geringfügig anderes Schriftbild. Karl Rohm war auch Inhaber des Renatus-Verlags. - Papierbedingt gebräunt, sonst gut.

 

113. Kerning [d.i. Johann Baptist Krebs]: Lichtstrahlen vom Orient. Philosophische Betrachtungen für Freimaurer. Als Manuskript im Jahre 5841 [d.i. 1841] gedruckt. Aufs neue gesammelt und regidiert von Franz Hartmann. 1. Aufl. Leipzig, Verlag von Wilhelm Friedrich, [1899]. 209 S., 8°, Priv. Halbleinen

Wolfstieg 1078. - Eine gedrängte Fassung Kernings "Maurerischer Mitteilungen". - Vorsatz mit Stempel von H. Tränker; Schnitt u. wenige Seiten leicht fleckig; seltene Bleistift-Anstreichungen, sonst ein gutes Expl.

 

114. [Kuntzmüller, Otto]: Was sind die Freimaurer und was wollen sie? Ein Wort zur Wehr und Lehr über Ursprung, Wesen, Bedeutung und Ziele der Freimaurerei. Von einem Br. Freimaurer. 3. Neubearbeitung, 7. Aufl. Dessau u. Leipzig, Rich. Kahle’s Verlag, 1897. 73 S., 7 Bll. (VlgsAnz.), Gr.-8°, Illus. O-Karton

Wolfstieg 1512. - "Die Thatsache, daß Kaiser Wilhelm II. dem Bunde der Freimaurer nicht angehört, obwohl fast alle seine Vorfahren seit Friedrich dem Großen [...] treue Anhänger und Schutzherren dieses Bundes gewesen sind, wird von gewisser Seite benutzt, um die Freimaurerei in gehässiger Weise anzugreifen." (S.7) - Einband schwach fleckig u. angerändert; Deckel mit Stempel von H. Tränker; papierbedingt gebräunt; unbeschnitten, sonst ein gutes Expl.

 

115. Lattanzi, Agostino: Bibliografia della Massoneria Italiana e di Cagliostro. Prefazione di Guglielmo Lützenkirchen. Introduzione Tecnico-Bibliografica di Marcella Bonelli. Firenze, Leo S. Olschki Editore, 1974. XVI, 457 p., with several plates, 4°, O-Paperback

(= Biblioteca di Bibliografia Italiana LXXV). - Bibliography. Contains 2094 titles on Masonica/Freemasonry and 508 on Cagliostro. With index. - Good copy.

 

116. Ludendorff, Erich: Vernichtung der Freimaurerei durch Enthüllung ihrer Geheimnisse. [ANGEBUNDEN Teil 2:] Kriegshetze und Völkermorden in den letzten 150 Jahren im Dienste des "allmächtigen Baumeisters aller Welten". Vernichtung der Freimaurerei durch Enthüllung ihrer Geheimnisse II. Teil. 1. Aufl. u. 21.-40. Tsd. München, im Selbstverlage der Verfassers. Auslieferung: Fortschrittliche Buchhandlung München, 1927, 1928. 82 S. / 174 S., Gr.-8°, Priv. Halbleinen

Die antifreimaurerische u. antisemitische Schrift erschien bis weit in die 30er Jahre in hohen Auflagen. - Einband etwas fleckig; Vorsatz mit Stempel von H. Tränker; Titel mit Signatur; papierbedingt gebräunt, sonst ein gutes Expl.

 

117. Mackey, Albert G., Robert I. Clegg and H. L. Haywood: Encyclopedia of Freemasonry. In Three Volumes [cmpl.]. By Albert G. Mackey. Revised and enlarged by Robert I. Clegg. With Supplemental Volume by H. L. Haywood. In Three Volumes. Including Freemasonry and Similar Rites, from Ancient Times to After World War II. 9th printing ("memorial edition"). New York, Macoy Publishing and Masonic Supply, 1966. IX, 606 p. / [4] p., p. 607-[1142] / [4] p., p. [1143]-1577; each with some plates (some coloured) 4°, Gilt O-Cloth (3 vols.) 

Important encyclopedia on freemasonry; including an index. - Covers a little dusty, otherwise good to very good copies.

 

118. Maurer, Fr[iedrich]: Neue Auswahl von Maurer-Gesängen mit Melodien vorzüglicher Componisten. Dritte Melodien-Sammlung zum vollständigen Gesangbuche für Freymaurer. Berlin, Selbstverlag, 1814. X, 232 S., 8° (Quer 223x270mm), Pappband d. Zt.

Willebrand: Verzeichnis von den Büchern und Handschriften, Musikalien, Kupferstichen und Münzen der vereinigten Logen in Hamburg. S.226; Jenaische allgemeine Literatur-Zeitung, Bd. 11, 1823. Ergänzungsblätter S.195: "Diese Melodiesammlung schliesst sich an die Böheimsche ältere Auswahl von Maurergesängen [...] an. Dieselben sind von verschiedenen Componisten, oft mehrstimmig, viele mit Sopranstimmen (für Männerlogen?) gesetzt; die meisten aber einstimmig und mit einfacher Clavierbegleitung. Unter diesen Melodien hat Rec. Ausser der von L.v. Beethofen (No.54: Was ist des Maurers Ziel) keine einzige gefunden, welche einfach und originell zugleich wäre; die meisten sind einfach und Trivial [...] Von J.P. Schmidt sind No.2, No.4 (eine geschmacklose Art von Cantate, in welcher nach einem dürftigen Satz, eine Art von Bravourarie für den Tenor, mit allen Phrasen verbrämt, und einer falschen Quitenfolge S.13 im unteren System[...]) Das Äussere dieser Sammlung ist reinlich und anständig. Dem Inneren mangelt es aber nicht an Druckfehlern." - Beanspruchter Einband: berieben, bestossen u. fleckig; Rücken beschabt, angerissen u. mit Fehlstelle; Vorsatz mit Stempel von H. Tränker; durchgängig etwas gebräunt u. fleckig (tlw. auch stärker); wenige Seiten leicht angeknickt, sonst ein gutes Expl. - Selten.

 

119. Michelsen, Johann: Christus der Fisch der freien Geister. Erstausg. München-Schwabing, E. W. Bonsels & Co., 1909. 73 S. (ab S.66 VlgsAnz.), 8°, Illus. O-Karton

Das seltsame Werk eines Querdenkers, der u.a. "Roma" rückwärts liest: "Die Christen des ersten Jahrhunderts waren Freimaurer. Ihre Loge war die Loge der Agapen [...] Der Zweck ihrer Versammlungen war geheim, da ihr Bestand nicht ganz mit Unrecht als staatsgefährlich erachtet wurde [...] Sie waren die Bildner der Evangelien und die Bewahrer des Geheimschlüssels [...] Das Haupt der Agape war der Fisch Christus, welcher die alte Welt von dem Fetischdienst der Heiden und Juden erlösen sollte, als neue Inkarnation des ‘Wortes’ der ‘Liebe’," (S.5f) - "Die heiligen Bücher der Alten enthalten in ihren Schriftzeichen die den Eingeweihten zugänglichen Geheimnisse, und es gibt kein heiliges Buch, welches nicht mit den Hieroglyphen der dreieinigen (Vater: Phallus, - Sohn: Inkarnation, - Heiliger Geist: Enträtselung der Inkarnation als Phallus) Rätselsprache geschrieben ist, deren Worte aus dem Dreiphallus entstanden [...] Die Wurzel des Baumes der Erkenntnis ist der Phallus." (S.19f) - Einband bestossen u. leicht fleckig; Ecken angeknickt; Rücken angerissen u. mit kl. Fehlstelle (beides professionell geklebt); wenige Bleistiftanstreichungen, sonst ein gutes Expl. - Selten.

 

120. [Naubert, Christiane Benedikte Eugenie]: Walter von Montbarry, Großmeister des Tempelordens. In zwey Bänden [kmpl.]. Erstausg. Leipzig, Weygandsche Buchhandlung, 1786. 504 S., mit gest. Frontispiz / 528 S., Kl.-8°, Pappbände d. Zt. mit Rückenschildern

Kloss 3956; Wolfstieg 41507; Taute 2664; Holzmann/Bohatta III, 5220. - "Christiane Benedikte Eugenie Naubert, geb. Hebenstreit (1756-1819), war die erste Autorin im deutschsprachigen Raum, die sich geschichtlichen Stoffen in erzählender Form zuwandte [...] Ihre zahlreichen Erzählwerke erschienen bis 1818 anonym, zum Teil verkaufswirksam unter Bezeichnungen wie ‘vom Verfasser des Walter von Montbarry’, ihren ersten großen Erfolg (1786) nennend. Sie gilt als Erfinderin des ‘Zweischichtenromans’, bei dem die vordergründige Romanhandlung in der Privatsphäre historisch unbedeutender Personen spielt, während wichtige historische Ereignisse und Zusammenhänge den Hintergrund bilden." (W. Maierhofer: Hexen-Huren-Heldenweiber, Böhlau 2005, S.69f.) - Einbände berieben u. bestossen; Rücken geblichen u. etwas fleckig; Seiten etwas braunfleckig u. gebräunt, sonst gute Expl.

 

121. Nicolai, Friedrich: Versuch über die Beschuldigungen welche dem Tempelherrenorden gemacht worden, und über dessen Geheimniss. [Erster und] Zweyter Theil [kmpl.]. Nebst einem Anhange über das Entstehen der Freymaurergesellschaft. Erstausg. Berlin u. Stettin, o.V. (Nicolai), 1782. II, 215 S. / 249 S., 2 Bll.; jew. mit gest. Frontispiz, Kl.-8°, Pappband d. Zt. mit Rückentext 

Ackermann V/237; Kloss 2232; Wolfstieg I,5138: "Nicolai stellt die Behauptung auf, die deutsche Rosenkreuzerei sei durch R. Fludd im 3. Dezennium d. 17. Jhs nach England gekommen und dort gepflegt, als Frmrei aufgeblüht."; Taute 826 u. 827: "Zum Beweise, dass die Freimaurerei von der Rosenkreuzerei abstamme, hat er auf dem Kupfer des 2. Theils eine Figur abbilden lassen, welche bereits 1617 in einer Rosenkreuzerschrift vorkommt und die das Halszeichen mit der linken Hand macht und in der rechten einen Zweig trägt." - Der zweite Teil erschien nur, weil es auf den ersten Band vehemente Gegenschriften gab; einerseits da Nicolai den Templern eine Mitschuld an ihrem Untergang gibt u. andererseits, da er angeblich die Freimaurerei in ein schlechtes Licht rückte. Im zweiten Teil rechtfertigt er seine Untersuchungen. - Christoph Friedrich Nicolai, auch Nickolai (1733-1811) deutscher Schriftsteller, Verlagsbuchhändler, Historiker u. Hauptvertreter der Berliner Aufklärung. Er führte einen regen Briefwechsel mit den Größen seiner Epoche. Als Freimaurer war er Mitglied der Berliner Loge "Zu den drei Weltkugeln". In der Philosophie war er Gegner Kants u. Fichtes, in der Literatur schrieb er gegen den "Sturm und Drang" u. die aufkommende Romantik. Da Nicolais seine Kritik in der Regel polemisch abfasste, folgten heftige Reaktionen der Betroffenen. Bekannt geblieben ist die Auseinandersetzung mit dem jungen Goethe, dessen "Werther" Nicolai unter dem Titel "Freuden des jungen Werthers" 1775 eine Variante mit "glücklichem Ausgang" gegenüberstellte, was Goethe veranlasste, ihn in dem bissigen Gedicht "Nicolai auf Werthers Grabe" zu verewigen. Später verarbeitet er ihn im "Faust", in der Szene Walpurgisnacht, als "Proktophantasmist" (Steißgeisterseher). Ein weiterer literarischer Streit, unter anderem mit Herder u. Johann Georg Hamann, über den "Baphomet" der Tempelherren, setzte im Jahr 1782 ein. Ein Jahr später wurde Nicolai Mitglied der Illuminaten. In diesem Zusammenhang wird Nicolai oft fälschlich der Gesellschaftsname "Diocletian" zugeschrieben; richtig ist vielmehr "Lucian". Mitte 1785 ernannte man ihn zum Regenten u. Präfekten von Berlin. - Leicht bestossen u. tlw. beschabt; wenige Seiten schwach braunfleckig, sonst ein gutes Expl.

 

122. Polak, Dr. M[ozes] S[alomon]: Die Tapis in ihrer historisch-pädagogischen, wissenschaftlichen und moralischen Bedeutung. Oder: Geschichte der Urreligion als Basis der Freimaurerei. Nebst Tapis-Erklärung und Abbildung. Erstausg. Amsterdam, G. Theod. Bom., [1855]. XVI, 463 S., mit 1 Textfig. (S.413) u. 1 mehrf. gefaltet. Taf., 8°, Priv. Leinen mit gedruckten u. blindgepr. Ornamenten

Taute 332; Wolfstieg 32877 (unter "Marcus" S. Polak): "In den Symbolen des Teppichs soll sich eine uralte Geheimlehre fortpflanzen. Die frmrischen Dogmen werden auf den alten Ursabäismus u. die Priesterreligion der alten Aegypter zurückgeführt, die wieder in genauestem Zshang stehen soll mit den Geheimlehren der israelitischen Priester." - Eine Druckvariante erschien unter dem Titel: Encyclopädie für Freimaurer, Bd.1 [alles Erschienene], Amsterdam, F. Günst. Wie vorliegend auch mit einer "Vorrede des Br. Dr. Leutbecher". - Einband leicht berieben u. bestossen; Innendeckel mit kl. ExLibris; hinteres Innengelenk an einer Stelle leicht angerissen (aber fest); Taf. u. wenige Blatt leicht fleckig; drei Anstreichungen mit roter Tinte, sonst ein gutes Expl.

 

123. [Reghellini de Schio, Marcello] und R. S. Acerrellos [d.i. Karl A. Rössler; Bearb.]: Die Freimaurerei in ihrem Zusammenhang mit den Religionen der alten Aegypter, der Juden und der Christen. Erster bis Vierter Band [kmpl.]. Für denkende Geschichtsfreunde frei bearbeitet und mit Anmerkungen begleitet von R. S. Acerrellos [d.i. Karl A. Rössler]. 2. Aufl. Leipzig, Verlag von J. J. Weber, 1836. VIII, 338 S. / 292 S. / 367 S. / 263 S., [es fehlen 8 Taf.] / VIII, VI, VIII, VII S. (Inhaltsverzeichnisse), 8°, Priv. Pappband mit Farbschnitt (alle zus. in einem Bd.)

Wolfstieg 4875: "Der von Rössler selbstständig gearb. 4.Bd. enthält histor. Anmerk. zu den übrigen Bänden"; Kloss 2042 u. 2860; Taute 334: "Die 3 ersten Theile sind eine leichtfertige Arbeit, enthalten aber doch Manches von cultur-histor. Interesse; von Werth für die Geschichte der Frmrei ist nur der 4. Band." -  Einband berieben; Aussengelenke angerissen (aber fest) u. mit Absplitterungen des Bezugpapiers; Vorsatz mit kl. Vermerken u. mit Besitzerstempel von H. Tränker, hinteres Vorsatzblatt fehlt; tlw. leicht fleckig; gelegentliche Anstreichungen u. kl. Marginalien (meist Bleistift, wohl von Tränker); die 8 Taf. aus Bd.4 fehlen leider; beiliegend 2 nichtzugehörige Falttaf. mit Fig. (leicht verknickt), sonst gutes Expl.

 

124. Rolffs, Erwin: Die kulturelle Bedeutung der Bildersprache. Führer in die Sinnbilder der Religionen, des Ordens- und Ritterwesens, der Freimaurerei, sowie des Gesellschafts- und Volkslebens. Handschrftl. nummeriert, vorl. 161. Leipzig, Hera-Verlag Arnold Schwarz, 1931. VIII, 80 S., mit zahlreichen Abb., Gr.-8°, Illus. O-Karton

Stark freimaurerisch geprägte Schrift zur Zeichen- bzw. Symbolsprache, der 12jährige Forschungstätigkeit voraus ging. Am Ende auch ein Kapitel über Farben. - Einband etwas gebräunt u. ringsum mit Randfehlstellen; Rücken priv. hinterlegt; Deckel u. Titel mit Besitzerstempel von H. Tränker; Seiten unbeschnitten, sonst gut. - Selten.

 

125. Rudbeck, Johannes: Carl Friedrich Eckleff, der Begründer des schwedischen Freimaurersystems. Ein Lebens- u. Zeitbild aus dem Stockholm des XVIII. Jahrhunderts von Johannes Rudbeck. Verkürzte Übersetzung aus dem Schwedischen [von Carl Olaf Nordgren]. Hrsg. von der Wissenschaftlichen Kommission der Grossen Landesloge der Freimaurer von Deutschland, Deutsch-christlichen Ordens. 1. Aufl. Berlin, Verlag von E. S. Mittler & Sohn, 1931. 97 S., 1 Bl., mit Textabb., Frontispiz u. 2 Taf., Gr.-8°, O-Karton

Vgl. F. Runkel: Geschichte der Freimaurerei, Bd. II. - Einband fleckig u. leicht bestossen; Deckel u. Vorsatz mit Stempel von H. Tränker; ganz wenige Seiten etwas braunfleckig; unbeschnitten, sonst ein gutes Expl.

 

126. Schauberg, Dr. Jos.: Vergleichendes Handbuch der Symbolik der Freimaurerei, mit besonderer Rücksicht auf die Mythologieen und Mysterien des Alterthums. Band 1 [als Reprint], Band 2 und Band 3 [kmpl.]. [Nur Band 3 mit eigenem Zusatztitel:] Allgemeine äussere und innere Geschichte der Bauhütte. (1) Reprint, (2-3) Erstausg. (1) Delhi (India), Facsimile Publisher; (2-3) Schaffhausen, Verlag der Fr. Hurter’schen Buchhandlung, 2017, 1861, 1863. 1 Bl., 667 S. / XVI, 806 S., 1 Bl. / XII, [2], 686 S., 1 Bl., Gr.-8°, O-Pappband mit  O-Umschlag; 8°, Halbleder d. Zt.

Drei Bände komplett, Bd. 1 als BoD (Faksimile der Ausg. 1861), Band 2 u. 3 in Originalausg. - Wolfstieg 31635 "Tt. 338 u. 804 [...] Versuch einer theoretischen Begründung der Frmrei aus den Mythologien u. Mysterien des Altertums."; Taute 339 (2. Aufl.): "Ein für den mr. Geschichtsforscher wichtiges Werk, das - ähnlich den Krause’schen Kunsturkunden - unendlich viel Stoff enthält, der jedoch nicht immer gehörig geordnet ist und durch seine Fülle und Mächtigkeit erdrückt. Mit grosser Gelehrsamkeit und Belesenheit ist hier alles gesammelt, was nur irgendwo in den Mythologien u. Mysterien des Alterthums einen, wenn auch noch so leisen Anklang an die mrische Symbolik hat." - U.a. über: Ueber die von dem Monde u. der Sonne abgeleiteten heiligen Zahlen; Das Symbol des Schwertes; Die maurerische Lehrweise; Das Feuer u. das Licht; Die Bibel; Ueber den Zusammenhang der Kirchenbaukunst, der Steinmetzkunst u. der Maurerei mit der Bildung der alten Welt // Die Trauerloge u. das Todtengericht; Die Bekräftigung des Bundes mit dem Blute; Ueber die Symbolik des salomonischen Tempels; Die Fünfzahl u. das Fünfeck; Die Hirammythe // Die ägyptische Steinbaukunst u. Bauhütte; Die kymrischen Barden; Die römischen Collegien u. ihre Fortdauer in den gallischen Städten; Die deutschen Bauhütten. - Bd. 2 u. 3 mit Register. - Bd.1 etwas bestossen; Bd. 2 u. 3 bestossen u. berieben, Rücken fleckig u. mit Spuren von entfernten Rückenschildern, Rückendeckel von Bd.3 mit erneuertem Bezugspapier, angeplatzte Vorsatzgelenke (bei Bd.3 geklebt), jew. kl. Vermerk auf Titel, gering gebräunt oder braunfleckig; sonst gute Expl.

 

127. Schwartz-Bostunitsch, Gregor: Die Freimaurerei. Ihr Ursprung, ihre Geheimnisse, ihr Wirken. Mit sechzig Bildern im Text und auf Tafeln. Erstausg. Weimar, Alexander Duncker Verlag, [1929]. 4 Bll., 307 S., 2 Bll., mit Textabb. u. Taf., 8°, Goldgepr. O-Karton mit O-Umschlag

Antimasonisches Standardwerk; u.a. über: Die Templer; Die Bauhütten; Die Geheimgesellschaft der Juden; Ritualmord u. Blutopfer; Die Jesuiten; Äußere Geschichte der Freimaurerei; Die Grade; Die Aufnahme; Die schottische Freimaurerei; Die Erkennungszeichen. - Umschlag mit tlw. hinterlegten Randläsuren; Einband tlw, gebräunt u. etwas schiefgelesen; Vorsatz mit Randausschnitt u. Stempel von H. Tränker; die ersten zwei Blatt u. Schnitt leicht fleckig; papierbedingt gebräunt u. unbeschnitten, sonst ein gutes Expl.

 

128. Stuve, Johann: Abhandlung über den Einfluß geheimer Gesellschaften auf das Wohl der Menschheit, neu herausgegeben von Friedrich Moßdorf; nebst einem Anhange des Herausgebers. Für die Brüder Freymaurer. Erste u. einzige Ausg. Freyberg, In Commission bey dem Br. Gerlach, 1811. 366 S., 8°, Halbleder d. Zt. mit Rückenschild

Kloss 2971; Wolfstieg 28956: "Zur Unterscheidung von Logen u. Freimaurerei. Der letzte Einfluss auf die Entwicklung der Menschheit durch Erziehung des Einzelnen. Der Anhang S.69 bis 352 enth. eine aktenmässige Darstellung des vormaligen Verhältnisses Mossdorfs zu der Loge zum goldenen Apfel in Dresden". - Einband etwas beschabt, bestossen u. fleckig; Vorsatz mit kl. handschrftl. Nr.; eine angeknickte Seite; fast durchgängig braunfleckig, sonst ein gutes Expl.

 

129. Taute, Reinhold: Organisation und Grundgesetze der deutschen Grosslogen. Leipzig, Verlag von J. G. Findel, 1900. 25 S., 8°, O-Karton

Beschreibt insbes. die Logen, welche dem deutschen Grosslogenbund angehören, der seinen Zweck jedoch kaum erfüllt hat. - Einband randgebräunt, mit kl. Fehlstellen, Aufkleberrest u. mit Stempel von H. Tränker; sonst ein gutes Expl.

 

130. Weishaupt, Adam: Nachtrag zur Rechtfertigung meiner Absichten. Erstausg. Frankfurt u. Leipzig, o.V. [d.i. Nürnberg, Grattenauer], 1787. 128 S., Kl.-8°, Einfacher Pappband d. Zt. mit Rückenschild

Wolfstieg 42779; Kloss 3248. - Nachtrag zu dem im selben Jahr mit 70 S. Umfang erschienenen "Kurze Rechtfertigung meiner Absichten. Zur Beleuchtung der neuesten Originalschriften." - Gesteht direkt auf der ersten Seite, "daß ich unmöglich ein Heuchler bin: daß ich iedesmahl nach meiner ernsthaften obgleich sehr oft irrigen Ueberzeugung gehandelt habe." - Adam Weishaupt (1748-1830) war Gründer des Illuminaten-Ordens (1776, Ordensname "Spartacus"), der im 18. Jh. neben der Freimaurerei u. dem Orden der Gold- und Rosenkreuzer eine bedeutende Rolle spielte. - Einband leicht bestossen u. berieben; Deckel mit Vermerk; Titel u. erste Seite gestempelt; ein gutes Expl. - Selten.

 

131. Werner, Friedrich Ludwig Zacharias: Die Söhne des Thales. Ein dramatisches Gedicht. Erster und Zweyter Theil [kmpl.]. Erster Theil: Die Templer auf Cypern. Zweyter Theil: Die Kreuzesbrüder. Dritte mit dem Lebensabriss des Dichters verm. Auflage. Berlin, In der Sanderschen Buchhandlung, 1823. 3 Bll., VI, 392 S., mit gestoch. Frontispiz u. Titelbild / VIII, 406 S., mit gestoch. Titelbild, 8°, Interimskarton (2 Bde.)

"Als historischen Anknüpfungspunkt dient Werner der Prozeß des französischen Königs Philipp der Schöne gegen die Templer und deren Vernichtung 1314. Doch Werner geht es wie Schiller und später wie Eichendorff nicht um die historische Wahrheit, sondern er will in Form eines dramatischen Lehrgedichts seine Idee von Religion propagieren [...]. Es gibt nach Eichendorff in diesem Drama eine höhere Religion als die christliche. Doch das Volk, die Menschheit insgesamt vertragen sie noch nicht, sind noch nicht reif dafür. Einstweilen ist diese Religion die Geheimwissenschaft eines auserwählten Kreises, des Thalbundes." (G. Schiwy: Eichendorff, der Dichter in seiner Zeit. C.H.Beck 2000, S.199). - Einbände leicht bestossen u. angeknickt, ein Bd. schwach fleckig; beide Deckel mit Stempel von H. Tränker, ein weiterer auf der Frontispiz-Rückseite; etwas braunfleckig; unbeschnitten u. dadurch stärker angerändert (breitrandig), sonst gute Expl.

 

132. Wolfstieg, August: Werden und Wesen der Freimaurerei. 4 Bände [von 5]. Erste Abteilung "Ursprung und Entwicklung der Freimaurerei": Bd.1.1: Die allgemeine Entwicklung der politischen, geistigen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse. Bd.1.2: Das Baugewerbe in England und die Brüderschaft der Steinmetzen. Bd.1.3: Die Ausbreitung des Londoner Systems der Freimaurerei. - Zweite Abteilung "Die Philosophie der Freimaurerei": Bd.2.1: Freimaurerische Arbeit und Symbolik. [Es fehlt Bd.2.2]. 1. Abt. in 2. durchges Aufl.; 2. Abt. in Erstausg. Berlin, Verlag von Alfred Unger, 1923, 1923, 1923, 1922. XIX, 282 S., 1 Bl. / VI, 338 S. / 3 Bll., 173 S., 6 Bll. (Register) / VIII, 232 S., 8°, O-Halbleinen (4 Bde.)

Jeder Bd. in sich abgeschlossen, es fehlt der letzte Bd. der zweiten Abt.: "Die geistigen, sittlichen und ästhetischen Werte der Freimaurerei." - August Wolfstieg (1859-1922), Geheimer Regierungsrat, Bibliotheksdirektor des preußischen Abgeordnetenhauses in Berlin u. freimaurerischer Forscher, bekannt durch seine "Bibliographie der freimaurerischen Literatur". 1914 wurde Wolfstieg von Alfred Unger aufgefordert, die geistesgeschichtlichen Ursprünge u. Zusammenhänge der deutschen Freimaurerei aufzuarbeiten. Das Ergebnis ist das vorliegende Werk. Nach 1920 entstand eine Ergänzung in zwei Bänden, diese konnte Wolfstieg aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr beenden. Die Veröffentlichung von "Die Philosophie der Freimaurerei" übernahm Alfons Dirksen. - Einbände fleckig, leicht berieben u. bestossen; 3 Innendeckel mit entfernten Aufkleber u. angerissenen Gelenken; alle Vorsätze mit Stempeln von H. Tränker; Schnitt u. wenige Blatt etwas braunfleckig, sonst gute Expl.